Hoffen auf die Richter

Zum Bericht „ Wir werden unseren Weg gehen“ vom 27. August, in dem es um die Klage des Bund Naturschutz gegen das interkommunale Gewerbegebiet im Argental ging.

Als die bayerische Staatsregierung das Landesentwicklungsprogramm durch den damaligen Heimatminister und jetzigen Ministerpräsidenten geändert hat, war der Grund der, dass Gewerbegebiete an Autobahnen und sonstigen großen Straßen gebaut werden können, um eine optimale Verkehrsanbindung zu gewährleisten, was durchaus sinnvoll ist. Allerdings konnte selbst Markus Söder in seinen kühnsten Träumen nicht ahnen, dass findige Kommunalpolitiker dieses missbrauchen, und zwischen zwei idyllisch gelegenen Dörfern ohne Rücksicht auf Natur- und Artenschutz auf sieben Hektar Fläche ein Gewerbegebiet mitten in die Landschaft bauen. Den beiden Dörfern wird dadurch ein völlig unkalkulierbares Verkehrsaufkommen beschert.

Wer der Aussage, es werde auf Dauer nur verkehrsarmes Gewerbe angesiedelt, glaubt, muss schon relativ naiv und blauäugig sein. Man kann nur hoffen, das die Richter am Verwaltungsgericht diesen Missbrauch stoppen, damit sich nicht noch weitere Gemeinden solche absurden Vorhaben überlegen.

Wolfgang Boneberg, Gestratz

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