Interkommunales Gewerbegebiet
“In der Au”

Landschaft schützen, Ausverkauf verhindern

Warum wir Bedenken haben

  • Ungehinderter Flächenverzehr ohne Möglichkeit der Rückwandlung mit der großen Gefahr einer unkontrollierten Erweiterung in der Zukunft

  • Unwiederbringlicher Verlust des ungestörten Landschaftsbildes im Bereich der Au

  • Beeinträchtigung unserer persönlichen Wohnsituation durch eine deutliche Zunahme des Gewerbeverkehrs und die Ansiedlung besonders lärmintensiv produzierenden Gewerbes

  • Indem die kleinste Gemeinde des Landkreises Lindau in den Wettbewerb mit den umliegenden Städten um Gewerbetreibende und Arbeitsplätze eintritt, wird die einsetzende Spirale von immer noch mehr Gewerbeflächen und immer mehr notwendigen Wohnflächen beschleunigt.

  • Diese Konkurrenzsituation führt konsequent zum Verlust der von allen Einwohnern geschätzten dörflichen Struktur (baulich und sozial) !

  • Die wirtschaftliche Situation in der absoluten Boom-Region mit Arbeitskräftemangel und explodierenden Grundstückspreisen verlangt nach intelligenteren Entwicklungsmodellen, als dem immer gleichen „Wachstumsmodell“

 
Es gehört zu den vorrangigen Aufgaben von Staat, Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechts, (…) kennzeichnende Orts- und Landschaftsbilder zu schonen und zu erhalten.“

Dem fühlt sich auch der BUND Naturschutz in Bayern verpflichtet.

Die Lockerung des Anbindegebots mit der Fortschreibung des Landesentwicklungsplans trägt jedoch zu weiterem Flächenfraß und zur Zersiedelung der Landschaft bei. Dabei verschwinden in Bayern täglich 13 ha unter Beton und Asphalt. Wohn- und Gewerbegebiete schießen wie Pilze aus dem Boden.

Ein Paradebeispiel stellt das geplante Gewerbegebiet „In der Au“ zwischen Gestratz und Grünenbach dar. Trotz ausreichend vorhandener, teilweise bereits erschlossener Alternativstandorte in den Argentalgemeinden soll die Gewerbefläche mitten auf der grünen Wiese im landschaftlichen Vorbehaltsgebiet entstehen.

Eine Ausnahmegenehmigung vom Anbindegebot ist jedoch auch nach den neuen Regelungen für ein interkommunales Gewerbegebiet nur möglich, wenn dies….

„…ohne wesentliche Beeinträchtigungen des Orts- und Landschaftsbilds geplant sowie kein geeigneter angebundener Alternativstandort vorhanden ist,…..“.

Dies gilt es zu klären.

 
Für uns gehen Mensch und Natur vor ungezügeltem Wachstum.

Wir treten ein für den Erhalt des landschaftlichen Vorbehaltsgebietes Moränenhügelland südlich Lindenberg im Allgäu, Seitentäler der Oberen Argen sowie Höhen nördlich von Gestratz und Moore nördlich von Maierhöfen.

Wir setzen uns ein

Für ein lebenswertes Umfeld der Bewohner der anliegenden Gemeinden in einer weitgehend intakten, vielfältig gegliederten Landschaft.

Für die Bewahrung landwirtschaftlich genutzter Flächen und für nachhaltige und verträgliche Tourismusentwicklung.

Wir wollen verhindern

daß die Verkehrsbelastung in Grünenbach und Gestratz – durch die sehr engen Ortsdurchfahrten und vorbei an Kindergarten, Grundschule und Bushaltestellen –  steigt.

Denn auch unsere Kinder und Enkelkinder möchten sich hier wohlfühlen und Heimat haben.

Die Natur in unserem Gemeindegebiet ist ein wertvoller Schatz, den wir nicht aufs Spiel setzen dürfen!

 
Wenn Sie gegen noch mehr Lastverkehr durch dörfliche Idylle sind, wenn Sie der Meinung sind, unsere Allgäuer Landschaft  und Natur ist schützenswert, wenn Ihnen eine lebenswerte Zukunft in einer boomenden Region wichtig ist, dann unterstützen Sie uns in unserem Protest.

Im Moment sind wir auf Ihre Spenden – Bereitschaft angewiesen. Erst wenn der Bund Naturschutz eine Klage einreicht, wäre Ihre finanzielle Unterstützung nötig. Details hier >>>

Soviel € Unterstützung brauchen wir

Wenn der Bund Naturschutz klagt …

braucht er unsere finanzielle Unterstützung!

Mit einer Absichtserklärung können Sie diesen Prozess finanziell unterstützen. Erst wenn die voraussichtliche Summe zusammen gekommen ist, wird der BUND in Aktion treten.

Helfen Sie, unsere Heimat zu bewahren!

Bürger und Steinkrebs stehen im Weg

Wir sind nicht gegen die Ansiedlung bzw. Erweiterung unserer örtlichen Gewerbetreibenden.

Gewerbeflächen sollen genauso wie Wohngebiete bauliche Lücken bzw. bereits vorhandene Strukturen nutzen und weiterentwickeln.

Interkommunale Gewerbegebiete sind nicht per se flächenschonend, wie immer gern betont wird. Vielmehr wird Flächenverbrauch durch die „Aussiedlung“ auf die grüne Wiese extrem gefördert !

Durch die frühzeitige Gründung des Zweckverbandes wurden Entscheidungsprozesse von den politisch verantwortlichen Gemeinderäten entkoppelt.

Dadurch konnten die vier Bürgermeister und die vier vom jeweiligen Bürgermeister vorgeschlagenen Gemeinderäte alle grundlegenden Entscheidungen treffen, ohne daß Einfluß durch die betroffenen, durchaus kritischen Gemeinderäte oder gar durch die Bevölkerung genommen werden konnte.

Insbesondere die Abwägung in der Standortsalternativenprüfung war den Gemeinderäten bei der Gründung des Zweckverbandes nicht bekannt.

Eine ergebnisoffene Diskussion fand zu keinem Zeitpunkt statt, vielmehr entstand der Verdacht, daß die Argumentation innerhalb der Standortsalternativenprüfung ständig der aktuellen Rechts- und Diskussionssituation angepaßt wurde.

Augenscheinlichstes Beispiel hierfür ist der Wandel vom urspünglich beworbenen Standort für ortsansässige, „stille“ Gewerbebetriebe zum mit einer geforderten Minimalgröße von über 5 ha ausgestatteten Gewerbegebiet für vorrangig lärmintensiv produzierendes Gewerbe !

Horst Seehofer

“Solange ich Ministerpräsident von Bayern bin, wird am Anbindegebot nicht gerüttelt!” – Leider hat diese Aussage durch den Wechsel bei der bayr. Staatsregierung nun an Wert verloren.

Jetzt werden dem Zubetonieren und Zersiedeln unserer Allgäuer Landschaft Tür und Tor geöffnet.

Der Bund Naturschutz erwägt eine Klage, da das interkommunale Gewerbegebiet “In der Au” zum Präzedenzfall wird.

Besorgte Bürgerstimmen

1. Arbeitsplatzbeschaffung für junge Leute ist kein Grund die Landschaft mit einem Gewerbegebiet zuzubauen.
Kleinere Betriebe hier im Allgäu haben jetzt schon immense Schwierigkeiten, geeignete Lehrlinge
und gutes Fachpersonal zu bekommen.

2. Das Verkehrsaufkommen wird sich definitiv vergrößern und kann in seinem Ausmaß nicht abgeschätzt werden.

Für die Anwohner kommt es somit
zu einer erhöhten Lärm- und Lichtbelästigung
in Verbindung mit einem Sicherheitsrisiko.
(Schule, Kindergarten, fehlende Geh- und Radwege …)

3. Durch die Bodenversiegelung, wird das schnell ablaufende Oberflächenwasser mit Sicherheit
zu mehr Überschwemmungen führen,
wodurch das darunter liegende Tal
mit noch größeren Schäden zu rechnen hat.

4. Die Gefahr, daß neue Betriebe mit Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes an diesem – verkehrstechnisch sehr schlecht angebunden Gewerbegebiet “In der Au” –
angelockt werden, ist nicht von der Hand zu weisen.

Da im Umkreis genügend attraktivere Gewerbeflächen frei stehen, wird das Gemeindesäckel wahrscheinlich
nicht wirklich gut gefüllt werden.

Wir befürchten, daß dann kein Geld mehr
für dringend benötigte Infrastruktur
(sichere Gehwege und Radwege) vorhanden ist.

 
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